Am Wochenende spielten die Braunschweiger Bundesligavolleyballer an der holländischen Grenze in Duisburg und verloren knapp trotz toller Leistungssteigerung in fünf Sätzen (18:25; 18:25; 25:19; 26:24; 14:16) .
Dabei sah es zu Anfang eigentlich nach einem glatten Erfolg der Rumelner aus. Saft- und Kraftlos spielten die Braunschweiger, als ob ihnen die lange Anreise noch in den Knochen steckte. Dann gab es eine zehn Minütige Pause und es bleibt ein Geheimnis, was Trainer Zornow seinen Spielern mit auf den Weg gegeben hatte. Plötzlich stimmte das Braunschweiger Spiel, der Block war bissig und die Angriffe fanden ihren Weg zum Boden. Plötzlich pfiffen auch die Schiedsrichter, die wohl nicht ihren besten Tag erwischt hatten, scheinbar etwas fairer. Zuspieler Wichard Lüdje und Raphael Supernak konnten ihre Pässe deutlich besser verteilen. Besonders gut gefielen die Schnellangreifer Lennart Köhler und Stefan Spieweg, der leicht angeschlagen ins Spiel gegangen war. Aber auch die Aussenangreifer Philip Maasberg und Simon Kraftschik, der für Roman Kammer gekommen war sowie Diagonalangreifer Hannes Gottschall setzten nun ihre Angriffsqualitäten gekonnt ein, so dass die Duisburger immer mehr in Schwierigkeiten gerieten. Zwar konnten die Rumelner im vierten Satz zum Abschluss das Spiel noch einmal offen gestalten, dennoch dominierte Braunschweig. Im abschließenden Tiebreak schien die Duisburger Dominanz mit Hilfe des Schiedsgerichtes wieder hergestellt, dennoch kämpften sich die Löwenstädter immer wieder heran. Selbst bei 10:14 konnten sie noch einmal auf 14:14 verkürzen und die Sensation lag in der Luft. Hatten doch die westdeutschen am Tag zuvor Giesen/Hildesheim in drei Sätzen klar besiegt. Und so war das Glück den Braunschweigern wieder einmal nicht hold und sie verloren denkbar knapp im Tiebreak. Wen man im Keller sitzt klebt einem das Pech am Hintern, so Trainer Zornow nach dem Spiel. Die Braunschweiger haben dennoch gezeigt, dass sie mit ihrer neuen Lust am Volleyball jede Mannschaft der zweiten Liga schlagen oder doch zumindest in arge Bedrängnis bringen können. Diese Euphorie wollen sie ins nächste Heimspiel mitnehmen, wo es am Samstag Abend in der Tunicahalle (25. Februar, 19.30) gegen die TSG Solingen Volleys geht.
Für den USC Braunschweig spielten Raphael Supernak, Wichard Lüdje, Hannes Gottschall, Philip Maasberg, Simon Kraftschik, Stefan Spieweg, Lennart Köhler, Roman Kammer, Juri Scholten.